Die Beschaffung
Ich entschloss mich nun also im darauffolgenden Sommer 2014, „Nägel mit Köpfen“ zu machen und in Richtung Heiratsantrag/Verlobung vorzustoßen. Wie sich das gehört, holte ich mir (unter strengster Verschwiegenheit) Rat in meinem Umfeld und mein lieber Freund (und späterer Trauzeuge) stand mir auch emotional zur Seite. Ich erhielt durchweg Bestärkung für meinen Plan und so ging es dann ans Grübeln; es gab ja so vieles zu bedenken: „Klassischer“ Antrag oder irgendwie „lustig“ in einem Nebensatz fallen lassen; mit Ring/ohne Ring/welcher Ring; wann es tun; in großem Rahmen (auf der Konzertbühne) oder ganz privat zu zweit; wann dann wirklich heiraten; … Das beschäftigte mich einige Zeit. Aber: Jeder Weg beginnt mit einem Schritt. Um mich auch selber in den Hintern zu treten zog ich eines verregneten Samstagmorgens im Oktober in die Stadt, um einen Ring zu erstehen.
Der „Klassiker“
Los ging es in Nürnberg an der Lorenzkirche im „ersten Haus am Platz“ (damals): Juwelier Kristfeld.

Die (sehr netten) Damen dort empfingen mich sehr zuvorkommend und gleich mal mit der Frage: „Was haben Sie sich denn vorgestellt?“ Daraufhin musste ich eingestehen, dass ich noch nie zuvor einen Verlobungsring gekauft hatte und dementsprechend auch wirklich keine Vorstellung davon hatte, wie der aussehen solle: Mit Stein, ohne Stein, golden oder silber oder Platin, wieviel soll er kosten, auch einen Herrenring dazu oder nicht. Mir wurden einige Exemplare vorgestellt, von denen mich so aber keins packte; außerdem begann ich schon daran zu zweifeln, ob ich bereits ausreichend vorbereitet auf die Aufgabe war, wenn ich noch nichtmal diese Fragen beantworten konnte. Nach ca. einer halben Stunde verließ ich den Laden und schnappte erstmal nach Luft.