Kurze Einleitung…
Nach einigen Jahren glückseligem Zusammenseins mit meiner Partnerin, mehrten sich die Nachfragen im Freundes- und Verwandtenkreis, ob man nicht mal den „nächsten Schritt“ wagen wolle. Das Thema hatten wir schon immer mal wieder besprochen; wie das halt so ist hatten wir dazu unterschiedliche Sichtweisen und das war uns so auch immer klar gewesen:
Nachdem wir beide bereits mitten im Leben standen, als wir uns kennenlernten, und beide (auch finanziell) abgesichert waren, war für mich dieser „Staatsakt“ eher unwichtig. Kinder erwarteten wir auch keine (mehr) und warum dann also den Aufwand machen (Standesamt, Trauung, usw.)? Die Liebe und Treue in einer Partnerschaft bedurfte (und bedarf) für mich keines Trauscheins, und nur um den Leuten um mich herum einen Trauring vorzeigen zu können – das war mir zu aufgesetzt.
Dennoch schwelte das Thema nicht zuletzt durch die Nachfragen aus unserem Umfeld immer wieder hoch.
Meine Partnerin hatte sich mittlerweile mit meiner Sichtweise arrangiert, obwohl sie natürlich Erwartungen „fürs Leben“ in sich trug (tolle Feier, Hochzeitskleid, Walzer, Romantik, Prinzessin, …).
Eines schönen Novembertages im Jahr 2013 (genauer: beim Daimler Christentreffen in dem Jahr) trafen wir nun einen gemeinsamen Freund und dem schilderte ich nach seiner wiederholten Nachfrage meinen Standpunkt zu dem Thema:
„Das macht für mich keinen Unterschied… Emotional hänge ich da nicht dran.“
Darauf er: „Na wenn das so ist, warum macht ihr’s dann nicht einfach?“
Diese Umkehrung meiner Argumentation beeindruckte mich nachhaltig und ich begann, meine Position dazu zu überdenken.