Vorgeschichte: Der Antrag (1)
Die Zeit schritt voran und allmählich wurde es Dezember. Da sich der Zeitpunkt der Familienzusammenkunft (wie beschrieben) und außerdem der letztmögliche Geburtstag unaufhaltsam näherte, fand ich schlussendlich eine passende Gelegenheit (so glaubte ich wenigstens): Der Tag vor der Abreise zu meinen Eltern war der besagte Geburtstag und da wir uns üblicherweise zu diesen Tagen nichts Materielles schenkten, dachte ich mir, dass das der passende Zeitpunkt für ein solch immaterielles „Geschenk“ sein könnte.
Nun war noch zu prüfen, wie das alles vonstatten gehen könnte. Wir hatten verabredet, dass wir uns zur Feier des Tages ganz gemütlich auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt treffen und dort Glühwein und evtl. Sekt trinken wollten und vielleicht etwas essen und dann ganz gechillt den Abend genießen. Das war zwar nicht so privat, wie ich es mir eigentlich vorgestellt (und mit dem Schwiegervater in spe besprochen) hatte, aber nun gut, einen Ring zu übergeben wäre ja auch am Weihnachtsmarkt nicht so schwer. Dennoch war mir das etwas zu „spärlich“, und ich plante, mit meiner Freundin den Abend in der Piano Bar im Hotel Maritim zu beenden: Da gab es Sekt und anderes und ein stilvolles Ambiente, was einem Geburtstag sicher angemessen wäre. Und nebenbei könnte der Pianoman im Hintergrund „You are so beautiful“ spielen und ich könnte dabei den Ring in ihr Glas fallen lassen und…
… „Hollywood“ eben…