Der Antrag (2)…

Als wir in der S-Bahn saßen, konnte ich an nichts anderes mehr denken, als wie ich diesen verdammten Ring an die Frau bringen könnte. So lange Vorbereitung, so viele Gedanken, so viel Emotionen und am Ende sollte das ganze für die Katz‘ gewesen sein? Wir kamen in unserem Domizil an und meine Freundin sank (wie angekündigt) erschöpft auf die Couch. Ich holte zwei Gläser Sekt als „Absacker“ aus der Küche und setzte mich neben sie. „War doch ein schöner Abend!“ sagte sie und ich entgegnete ebenso emotional wie erschöpft: „Ja, war es“ und wir stießen an.
„Aber ein kleines Geschenk habe ich doch noch für dich.“ Meine Hand glitt in die Tasche und brachte das Schächtelchen mit dem güldenen Schmuckstück zum Vorschein. Der Gesichtsausdruck mir gegenüber war blass und fahl und fast schon entsetzt. „Willst du meine Frau werden?“ fragte ich und öffnete die Schachtel. Meine Freundin antwortete nicht und brach in Tränen aus.
Tatsächlich bekam ich eine halbe Stunde lang nur Schluchzen und Wimmern zu hören. Ich musste mehrmals fragen, ehe ich ein einigermaßen verständliches „Ja“ hatte, mit dem ich weiterarbeiten konnte. 😉


Weiter geht’s mit „Die Verlobung“…

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