Der Antrag (1)…

Am Ende war mir allerdings klar, dass ich doch im näheren Umfeld meiner zukünftig Angetrauten werde recherchieren müssen. Allerdings sollte das Ereignis schon ein „Knalleffekt“ und eine Überraschung für alle sein, so dass ich auch da überlegen musste, wer zu fragen ist.

Moment mal: „Fragen“… Ein guter Ansprechpartner mit einem guten Blick auf die Kandidatin und einem herausragenden Gespür für Situationen wäre ihr Vater. Und ohnehin wäre es sicher gut und angebracht, die Sache mit ihm vorab einmal zu „besprechen“ (aka. „um die Hand anzuhalten“). Nur wie das hinbekommen, ohne dass auch ihre Mutter (und am Ende auch sie) davon „Wind bekäme“?

Der Zufall wollte es, dass in Richtung Weihnachtszeit ein Besuch meiner zukünftigen Schwiegereltern bei meinen Eltern organisiert werden sollte. Und das diente mir nun als „Ausrede“, um den Vater zu einem Pläuschchen einzuladen, um „die weiteren Details dieses Wochenendes zu besprechen“. Das geschah dann Ende Oktober des Jahres.

Die Unterredung

Wir trafen uns also am Abend in meiner „Stammkneipe“ in Obertürkheim, dem „d’r Schbruchbeidl“ (heute „Wahl’s Lokal„). Wir starteten mir einer halben und ich kam recht schnell auf das wichtige Thema zu sprechen: „Wie machen wir das mit der Anreise am Freitag? Wann wollen wir da losfahren? Wie wollen wir übernachten? Was planen wir fürs Wochenende? Was stellt ihr euch vor?“ Nach ca. 10 Minuten ging mir ein wenig der Gesprächsstoff aus aber glücklicherweise übernahm mein Schwiegervater in spe die nächste Frage: „Und was liegt dir denn eigentlich wirklich auf dem Herzen?“ Scharfsinnig hatte er schon von Anfang an gewusst, dass das Treffen noch einen anderen Hintergrund hatte, als vordergründig geplant.

Mittlerweile waren wir zu einem Trollinger übergegangen und ich drehte verlegen an meinem Glas. Wie genau ich das Anschließende dann formulierte, ist mir nicht mehr ganz klar, jedenfalls war es dann gesagt und mein Gegenüber war erst einmal hocherfreut. (Nicht nur des Inhaltes sondern auch meiner Intention wegen, förmlich bei ihm um die Hand anzuhalten.)

Dann jedenfalls war es mir möglich, die eingangs erwähnten Fragen zum Ablauf des Antrags zu stellen und er riet mir tatsächlich, die Verlobung eher im Privaten zu lassen – das würde seiner Tochter sicher lieber sein (auch wenn sie sich sonst vor Publikum nicht scheue).

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